Vor eineinhalb Jahren hat der Verein „Der Schwanen verbindet e. V.“ das traditionsreiche Gasthaus aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Damit hat Kaltental endlich wieder ein Speiselokal und einen lebendigen Treffpunkt mitten im Stadtteil. Das wirklich Herausragende: Die Kneipe wird vor allem ehrenamtlich betrieben. Rund 100 Menschen sind Vereinsmitglieder, viele bringen sich aktiv ein, damit der Betrieb läuft – vom Service über die Küche bis hin zur Kooperation mit der Bodelschwinghschule sowie der Organisation von Veranstaltungen.
Im Gespräch mit den Macher*innen des neuen „Schwanen” wollte die Zukunftswerkstatt Kalental Get Together herausfinden, was der Schlüssel zu dieser erfolgreichen Initiative ist. Wie gelingt es, so viel Engagement, Gemeinschaft und Begeisterung zusammenzubringen und zusammenzuhalten? Das war, neben der Entstehungs- und Gründungsgeschichte unseres Vereins – die von Micha eindrücklich beschrieben wurde -, die Hauptfrage des Abends.
Was ist die Motivation der Mitglieder für so viel ehrenamtliches Engagement und wie hält man diese aufrecht? Hier standen nicht nur Micha und Doris, die von Hartmut Bremer und Simone Manthey von der Zukunftswerkstatt interviewt wurden, Rede und Antwort. Auch die vielen Mitglieder unseres Vereins im Publikum schilderten, warum das Engagement und die Arbeit im und für den Schwanen so bereichernd ist: Die vielen zufriedenen und dankbaren Gäste, die gute Stimmung untereinander, das „Sich-Gut-Aufgehoben-Fühlen“ im Verein, die souveräne Führung und Moderation (im Falle von Konflikten) durch den Vorstandwaren nur einige Gründe, die hier genannt wurden.
Mit einem Schaubild stellte Hartmut B. dar, wie er die Motivationsstruktur unseres Vereins sieht. Im Zentrum befindet sich der Vorstand, umgeben von zwei Satelliten- bzw. Mitgliederorbits, die diesen auf unterschiedlichen Bahnen umkreisen.
Ziel ist es, möglichst viele Mitglieder auf der inneren (aktiven) Umlaufbahn zu haben und dort zu halten. Bis jetzt wurde dieses Ziel klar erreicht. Und die Zukunft? Wie wird der Schwanen sich weiterentwickeln, wenn die jetzigen MacherInnen, die ja zumeist der Boomergeneration angehören, nicht mehr aktiv sein werden?
Wie kann es gelingen auch junge Menschen für dieses Engagement zu begeistern?
Vielleicht mit hippen Angeboten wie dem Pubquiz, der Puzzle-Challenge oder auch Wein-, Gin- oder Grappa-Tastings. Beim Pubquiz und der Puzzle-Challenge ist das schon gelungen. Andere Angebote werden folgen, dafür sorgen unsere Event-AG und zahlreiche kreative Mitglieder.























