Gesprächsrunde: „Wie geht Kneipe?“

Die Zukunftswerkstatt ist mit der Reihe „Kaltental Get Together“ zu Gast im Schwanen – und das Thema ist der Schwanen: „Wie geht Kneipe?“

„Wir werfen wieder einen Blick hinter die Kulissen eines besonderen Ortes“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. „Vor eineinhalb Jahren hat der Verein „Der Schwanen verbindet e. V.“ das traditionsreiche Gasthaus aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Damit hat Kaltental endlich wieder ein Speiselokal und einen lebendi-
gen Treffpunkt mitten im Stadtteil. Das wirklich Herausragende: Die Kneipe wird vor allem ehrenamtlich betrieben. Rund 100 Menschen sind Vereinsmitglieder, viele bringen sich aktiv ein, damit der Betrieb läuft – vom Service über die Küche bis hin zur Kooperation mit der Bodelschwinghschule sowie der Organisation von Veranstaltungen.“
Im Gespräch mit den Macher*innen des neuen „Schwanen” soll herausgefunden weden, was der Schlüssel zu dieser erfolgreichen Initiative ist. Wie gelingt es, so viel Engagement, Gemeinschaft und Begeisterung
zusammenzubringen und zusammenzuhalten?

Ein wundervoller Abend mit zwei Cellos und Klavier

Mit den beiden Cellisten Simon Schorr und Frank Grossman hat der Schwanen im Dezember 2024 sein Kulturprogramm gestartet und damit auf  Anhieb ein begeistertes Publikum gefunden. Am 13. März 2026 traten die beiden Cellisten nun erneut in Kaltental auf und verzauberten ihre Zuhörer im vollbesetzten Schwanensaal ein weiteres Mal mit ihrem virtuosen Cellospiel, bei dem nicht nur gestrichen, sondern auch gezupft und geklopft wurde. Begleitet wurde das Cello Duett diesmal bei einigen der insgesamt 15 Musikstücke von Ulrich Walddörfer am Klavier, der dem einen oder anderen Zuhörer u.a. auch als Dirigent verschiedener Chöre und Orchester in Heilbronn und Stuttgart bekannt gewesen sein dürfte. 

Beginnend mit einer Kantate von Bach standen im Folgenden mehrere stimmungsvolle Sonaten von Boismortier (im Zweitberuf Tabakverkäufer), Marcello (u.a. auch Jurist), Friedrich August Kummer (der Jüngere) und Vivaldi auf dem Programm. Verführerisch schwungvoll präsentierte sich dann das Allegretto von Sebastian Lee, gefolgt von einer Tarantelle von Kummer und dem Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch. In der Zugabe beschwingten die Musiker ihr Publikum erneut mit einem Tango, um es dann mit Mendelsohns „Auf den Flügeln des Gesangs“ in den weiteren Abend zu verabschieden. Fazit: Alles in allem ein wundervoller Abend..

Zimmerman’s Dream

Tolles Konzert von Zimmerman’s Dream im Schwanen-Saal. Achim Fiechtner und Stefan Kratt haben mit Gitarre, Mundharmonika, Kazoo und Percussion das Publikum mit den frühen Songs von Bob Dylan und andere Klassiker von JJ Cale, Neil Young, Mark Knopfler, Jethro Tull, den Rolling Stones oder den Beatles unterhalten.

Das Repertoire reichte von City of New Orleans, Tambourine Man und Mighty Quinn, Heart of Gold oder Honey Pie bis zu traditionellen Folksongs. „Zeitloses Liedgut“, wie Zimmerman’s Dream die Auswahl ihrer Songst bschreiben, „sparsam instrumentiert. Nie eintönig, doch öfter zweistimmig.“  

Ein Abend der Erzählkunst

Geschichten frei zu erzählen ist ein wenig wie Vorlesen – nur ohne Buch.
Und es ist auch nicht mit auswendig gelerntem Vortrag zu vergleichen.

Es ist unmittelbarer, lebendiger und schlicht unbeschreiblich schön.
Beim Abend der Erzählkunst erleben Sie den Zauber dieses freien, mündlichen Erzählens – getragen von drei erfahrenen Erzählerinnen und begleitet von einem Gitarristen, der den Geschichten einen feinen musikalischen Rahmen schenkt.

Pub Quiz und ein faschingsverdächtiger Hauptpreis

Der Saal rappelvoll, die Stimmung prächtig, die Fragen knifflig. Das Siegerteam „Sommer, Sonne, Boule“ feierte beim kurzweiligen Pub-Quiz im Schwanen ausgelassen den Gutschein über faschingsverdächtige 22,22 Euro. Sollte beim ersten Besuch noch was vom Hauptpreis übrig bleiben, kämen sie selbstverständlich wieder und versöffen den Rest, lautete ihr eisenkugelhartes Versprechen. Preisfrage: Für wie viele Schnäpse reichen 22,22 Euro im Schwanen? Antwort: für keine sieben. Weshalb einige von „Sommer, Sonne, Boule“ wohl beim Siegerumtrunk nüchtern bleiben müssen. Die Boulerinnen und Bouler waren mit einem streberhaft großen Team an den Start gegangen. Masse, neudeutsch: Schwarmintelligenz, setzte sich durch.

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Musik zum Schwelgen mit Groove4You

Musik zum Schwelgen und sich treiben lassen. Die Chemie zwischen Musikerinnen und Musikern und Publikum stimmte zu 100 Prozent. Groove4You macht Musik, die vom Herzen in die Füße geht. Die beiden Musikerinnen und drei Musiker bieten einen bunten Sound und jede Menge Spielfreude. Die Band mischt Pop, Easy Jazz, französische Chansons, augenzwinkernd interpretierte deutsche „Vintage-Schlager“ und mehr zu einem vielseitigen Programm, das genauso ins Herz geht wie in die Beine. Schubladen? Fehlanzeige! Kein Genre ist tabu. Hauptsache, der Groove stimmt und der Funke springt über.

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Unerhört!

Mit Musik quer durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte, durch verschiedenste Genres und Kontinente hat das Männerchorensemble „Unerhört“ des Ehninger Kultur- und Theaterkellers den Gästen im vollbesetzten Saal einen unvergesslichen Abend beschert. Gemeinsam mit Sängerinnen des Jungen Kammerchors Böblingen (Preisträgerinnen bei „Jugend musiziert“) haben sie das Publikum in ihren Bann gezogen.

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The Ghents: „Was für ein schöner Abend!“

Unsere Ankündigung hatte nicht zu viel versprochen: The Ghents sind nicht nur „die bestaussehende Hutträgerband der Welt“, sondern unterhalten ihr Publikum bestens mit einer formidablen Mischung aus Soul, Rock, Country bis Pop. Coverbands erliegen gern dem Irrtum, dass Zuhörinnen und Zuhörer einfältig auf Alt-, Uralt- und Ururaltbekanntes stehen und Neuem, Unbekanntem und Ungehörtem nicht aufgeschlossen sind. Eben auf abgedroschene SWR1-Mucke-Mischung abfahren, die sich bei der Hitparade alljährlich selbst parodiert. Klar, Michael Jackson und Bruce Springsteen sind nicht gerade Unbekannte, ihre Songs klingen bei The Ghents jedoch überraschend frisch. Noch frischer sind freilich weitgehend unbekannte Lieder wie „Mia“ des belgischen Sänger Luc de Vos auf flämisch gesungen oder das tragische Säuferlied „Ham kummst“ von Seiler und Speer – natürlich österreichisch intoniert.

The Ghents sind Dr. B.T. an Bass, Beats und Backing Vocals, Dr. Georges an der Gitarre und Slim Rick Paradise mit Gesang, Ukulele, Akkordeon und Bluesharp. The Ghents heißen übrigens Die Genter, weil die familiären Wurzeln von Sänger Sim Rick dorthin zurückreichen und die drei Musiker sich mit Freunden und Freuden alljährlich beim Genter Musikfestival ihrer Sehnsucht nach belgischem Bier und Fritten hingeben. Und natürlich der vielfältigen Musik auf den zahlreichen Bühnen in der belgischen Stadt.

Die Spielfreude von The Ghents sprang am Freitagabend schnell aufs Publikum über, der Schwanen-Saal bebte – und die Scheiben wackelten. Slim Ricks Satz zum Abschied nach dem mehr als zweistündigen Konzert ist Wort für Wort zuzustimmen: „Was für ein schöner Abend!“.